Die Arca-Swiss Phototechnik AG aus Horgen in der Schweiz produziert Fachkameras und fotografisches Zubehör. 1999 wurde der Firmensitz ins französische Besançon verlegt und die Arca-Swiss International gegründet. Die Arca-Swiss Phototechnik AG ist jedoch weiterhin in Horgen ansässig. Die in den 1950er Jahren gegründete Firma Arca-Swiss ist insbesondere wegen ihrer innovativen und hochpräzisen Produkte bekannt. Fünf verschiedene Fachkameratypen bietet Arca-Swiss derzeit an:

  1. drei Fachkameraserien auf optischer Bank,
  2. die XY-Kameras der Serie R-Line sowie
  3. eine Fachkamera-Adaption für Kleinbild-Kameras.

Dabei wird die F-Line, die Einsteigerkamera von Arca-Swiss, in zwei Serien hergestellt:

  1. Die Arca-Swiss F-Classic ist die leichteste Fachkamera von Arca-Swiss.
  2. Die F-Metric unterscheidet sich zur F-Classic durch selbsthemmende Feintriebe, die die Standarten mit der optischen Bank verbinden. Sie ermöglichen eine feinere Justage der Horizontal- und der Vertikalverstellung und es wird eine höhere Stabilität erreicht.
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Die 8-mal-10-Inch-Version der F-Metric wiegt lediglich vier Kilogramm – außergewöhnlich wenig für eine Kamera dieses Formats.

Die Fachkameras der beiden F-Linen werden in den Formaten 6 mal 9 Zentimeter sowie 4 mal 5, 5 mal 7 und 8 mal 10 Inch angeboten. Ursprünglich für die Analogfotografie entwickelt, eignet sich die F-Metric wegen der hohen Präzision, mit der sie gefertigt wird, auch für den Einsatz mit Digitalrückteilen. Architektur- und Landschaftsfotografen schätzen die F-Kameras wegen ihres geringen Gewichts, ihrer großen Flexibilität und ihrer stabilen Konstruktion.

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Architektur- und Landschaftsfotografen schätzen die F-Classic und die F-Metric (Foto) wegen ihres geringen Gewichts, ihrer großen Flexibilität und ihrer stabilen Konstruktion.

Die M-Line ist das Flaggschiff der Arca-Swiss-Fachkameras. Wegen der präzisen Funktionsträger der Bild- und der Objektivstandarte sind die Kameras dieser Linie allerdings erheblich schwerer als die Modelle der F-Line; deshalb werden sie in erster Linie im Studio eingesetzt. Arca-Swiss bietet die für Digital- und Analogfotografie gleichermaßen geeignete M-Linie in den Formaten 6 mal 9 Zentimeter sowie 4 mal 5, 5 mal 7 und 8 mal 10 Inch an.

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An die Version M-Line two slr können die Spiegelreflexkameras von Nikon, Canon und Sony adaptiert werden.

Die Arca-Swiss M-Line two mf wiegt nur 2465 Gramm. Die Gewichtseinsparungen wurden dadurch erreicht, dass diese  Linie ausschließlich direkte Verstellungen erlaubt. Die Mattscheibe kann um 70 Millimeter in der Horizontalen verschoben werden. Rastpunkte in der Nullposition und nach jeweils 20 Millimetern helfen beim Einstellen. Und auch in der Vertikalen beträgt der Schiebeweg insgesamt 70 Millimeter. Die Objektivebene lässt sich in der Vertikalen um jeweils 45 Grad verschwenken und in der Horizontalen mit Hilfe eines Feintriebs um 30 Grad. Die Rastung alle 3 Grad hilft beim Einstellen. An dieser Kamera können Digibacks sämtlicher Hersteller verwendet werden. Darüber hinaus wird die Version M-Line two slr angeboten, an die Spiegelreflexkameras von Nikon, Canon und Sony adaptiert werden können.

Die Arca-Swiss Misura ist die kleinste und mit zwei Kilogramm zugleich die leichteste 4-mal-5-Zoll-Systemkamera der Welt. Ursprünglich für die Analogfotografie entwickelt, eignet sie sich aufgrund ihrer Präzision auch für die Digitalfotografie.

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Die Arca-Swiss Misura ist die kleinste und mit zwei Kilogramm zugleich die leichteste 4-mal-5-Zoll-Systemkamera der Welt.

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Die R-Line besteht aus einem XY-System, das Arca-Swiss in drei Versionen anbietet.

Die R-Line besteht aus einem XY-System, das Arca-Swiss in drei Versionen anbietet. Die Rm3Di ist die modernste Version der Shiftkamera von Arca-Swiss. Sie wiegt 1050 Gramm und misst 19,5 mal 20,0 mal 5,0 Zentimeter. Auf den ersten Blick gleicht sie der Rm2d, dem ersten Modell der R-Linie, doch gehören zu dieser Kamera einige entscheidende Verbesserungen. So wurde das Fokussiersystem in den Kamerabody integriert; deshalb benötigt man keine teuren Schneckengänge für jedes einzelne Objektiv. In den Kamerabody wurde eine Schwenkmöglichkeit um zehn Grad für alle adaptierbaren Objektive integriert, so ist eine Schärfeverlagerung nach der Scheimpflugschen Regel möglich. Die Tilt-Bewegung wird mit einem selbsthemmenden Feintrieb vorgenommen, der präzise in die Positionen einrastet. Da die Verstellung exakt in der Objektivmitte erfolgt, entsteht kein Verlängerungsfaktor. Ein Nachjustieren der Fokussierung ist nicht erforderlich. Die analog wie digital einsetzbare Rm3Di bietet folgende Verstellwege:

  • vertikal 40 Millimeter (+30 mm, −10 mm),
  • horizontal 30 Millimeter (r: 15 mm, l: 15 mm).
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Die Rm3Di ist die modernste Version der Shiftkamera von Arca-Swiss.

Die Rm3Di, das zweite Modell der R-Linie, ist so konstruiert, dass sie sich als Objektivstandarte einer Fachkamera auf optischer Bank jeder ARCA-SWISS Kamera verwenden lässt.

Die Rl3D, drittes Modell der R-Linie, ist eine größere Ausgabe der Rm3D, das sich auch analog für das Filmformat 4 mal 5 Inch eignet. Außerdem bietet die Rl3D noch größere Verschiebewege als die Rm3D, nämlich 50 Millimeter (40/10) in der Y- und 40 Millimeter (20/20) in der x-Achse. Ein weiterer wichtiger Unterschied zur kleinen Schwester: Bei der Rl3D lässt sich die Objektivstandarte für die Scheimpflugsche Verstellung um jeweils 90 Grad drehen.

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Die M-Monolith – hier im 4-mal-5-Inch-Format – wird ihrem Namen gerecht, denn sie ist die schwerste Fachkamera von Arca-Swiss und deshalb in erster Linie für die Studio-Fotografie gedacht.